Digitale Diagnostik ...

Bei konventionellen Panoramaschichtaufnahmen (OPG) drehen sich Strahlenquelle und Bildempfänger gegenläufig um den Schädel. Das Ergebnis ist eine so genannte Zonographie mit einer Schichtdicke zwischen neun und zwanzig Millimetern. Zähne und Kiefer, Gelenke und Kieferhöhlen werden vollständig, aber mit Verwischungen und Überlagerungsartefakten dargestellt.

Die verschiedenen Aufnahmen der konventionellen Röntgendiagnostik (intraoraler Zahnfilm, Aufbissaufnahmen, Schädelaufnahmen) sind somit mit dem Nachteil behaftet, dass sie Summationsbilder der abgebildeten Region liefern und dadurch wenig Aussagekraft hinsichtlich spezieller Details liefern.

Mit dem 3D Volumentomographen ‚Picasso Trio’ von Orangedental stehen uns modernste 3D Röntgendiagnostik und Planungssoftware zur Verfügung. Im Vergleich zur herkömmlichen Röntgentechnologie, die lediglich ein zweidimensionales Röntgenbild erzeugt, wird bei der digitalen 3D Volumentomographie ein dreidimensionaler Datensatz des Kiefers oder eines Kieferausschnittes aufgenommen.

Ein digitaler Volumentomograph besitzt eine um 360 Grad rotierbare Röntgenröhre und einen CCD-Detektor, der die gemessene Strahlung in Bilder umwandelt. Bei der Bilderstellung rotieren Röntgenröhre und Detektor um die fixierte Patientenliege. Dabei wird pro Grad je ein zweidimensionales Summations-Einzelbild erstellt und aus den letztlich gewonnenen 360 Bildern ein dreidimensionales Modell errechnet. Dieser Datensatz kann also ähnlich wie bei der Computertomographie oder der Magnetresonanztomographie in allen Ebenen in feinste Scheiben geschnitten und präzise diagnostiziert werden.

Das DVT „Picasso Trio“ erlaubt dadurch eine dreidimensionale, digitale Darstellungen aller craniofazialen Strukturen (Zähne, Kiefer, Kiefergelenke, Weichgewebe, Nasennebenhöhlen, usw.) in ausgezeichneter Bildqualität bei deutlich geringerer Strahlenbelastung im Vergleich zur herkömmlichen Computertomographie. Sogar die Umwelt freut sich, da durch die digitale Technologie komplett auf Röntgenfilme und Chemikalien zur Filmentwicklung verzichtet wird.

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Detailansicht des digitalen Volumentomographen Picasso der Firma Orange Dental.
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Beispiel eines digitalen Fernröntgenseitenbildes (FRS)
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Darstellung der Funktionsweise des Cone Beam X-Ray
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Beispiel einer digitalen Panoramaschichtaufnahme (OPG)

Die 3-D Diagnostik wird in unserer Praxis bei folgenden Indikationen angewandt:

  • Zahnanomalien wie bspw. Zahnunterzahl (Hypodontie), Zahnüberzahl (Hyperdontie), Zahn- oder Wurzeldysplasien
  • Zahnfehlstellungen wie Lingual- oder Palatinalstand, Transposition, Durchbruchsstörungen, Bestimmung der Keimlage, verlagerte und retinierte Zähne (bspw. Eckzähne oder Weisheitszähne, Mesiodentes), Ankylosen, Resorptionen benachbarter Strukturen
  • Allgemeine Pathologie des Kiefergelenks (Tumor, Zyste etc.)
  • Arthrotische Veränderungen der Kiefergelenke, Position der Kondylen, exakte dreidimensionale Vermessung des Gelenkspaltes.
  • Pathologische Knochenläsionen, Knochentaschen
  • Beurteilung der Knochenverhältnisse für Implantate

Zusätzlich arbeiten wir in unserer Praxis mit der Invivo5 Software der Firma Anatomage, die es uns ermöglicht, die erlangten DVT Daten in exakte 3D Darstellungen umwandeln zu können. Diese Software wird weltweit von Universitäten, Kliniken und Forschungszentren verwendet und ist in den letzten Jahren zu einem exzellenten interdisziplinären Auswertungsinstrument avanciert.

Diese äußerst präzise Darstellung erlaubt die perfekte Veranschaulichung der Kieferstrukturen wie Zähnen, Kieferknochen, Kieferhöhlen und Kiefergelenken und kann somit für bspw. die Analyse des Zahndurchbruchs und Zahnverlagerungen, Darstellung von Kiefergelenkserkrankungen, Planung von kieferorthopädischen Behandlungen (Bsp. Skelettale Verankerung mit Minischrauben) oder Analyse des Platzangebotes für zahnärztliche Folgebehandlungen (Implantate), Durchzeichnungen und FRS Auswertungen, oder Analyse der Luftwege erfolgen. www.anatomage.com 

Beispiel eines gesunden Kiefergelenkes
Beispiel eines arthrotischen Kiefergelenkes

Die Zahnmedizin wurde in der Vergangenheit von vielen analogen Vorgängen und Handarbeit, wie z. B. Abformungen sowie der Herstellung von Diagnostik- und Arbeitsmodellen, bestimmt. Heute ersetzt die Digitaltechnologie allmählich traditionelle Verfahren.

In unserer Praxis arbeiten wir seit 2011 mit dem Cadent iTero Scanner. Damit entfällt die häufig unangenehme Abformung für den Patienten und das Ergebnis ist wesentlich genauer. Der Itero Scanner arbeitet hierbei mit einer kleinen Kamera auf der Grundlage von sichtbarem Licht ohne radioaktive Strahlen. Erforderliche Korrekturen können noch in Anwesenheit des Patienten während des Scan-Prozesses einfach und schnell vorgenommen werden und ermöglichen dadurch eine präzise dreidimensionale digitale Abbildung der Zähne (3D-Zahnmodell), die Arbeitsgrundlage für die Invisalign®-Therapie.

Die digitale Abformung ermöglicht uns somit eine deutlich angenehmere Methode mit höherer Qualität, Komfort und Zeitersparnis, als die herkömmliche Abdrucknahme, die in der Vergangenheit notwendig war. Nur mittels des Scans können die Modelle von Ober- und Unterkiefer für die Invisalign-Behandlung genau zugeordnet werden. Dadurch ist es möglich, eine exakte Okklusion, d.h. den korrekten Biss auch in Bezug zum Kiefergelenk während der Invisalign-Behandlung einzustellen.

Nach Fertigstellung des digitalen Scans werden die Daten elektronisch an das mit der entsprechenden Design-Software ausgestattete Dentallabor der Align Technology Corporation (USA) gesendet.

Bereits ca. 10 Minuten nach der Versendung des Scans kann der Kieferorthopäde online seine Verordnung an das Labor liefern und ist so in der Lage, den visualisierten Bewegungsablauf der Invisalign®-Behandlung (sog. ClinCheck®) wesentlich schneller zu planen und zu bearbeiten. Diese digitale Prozesskette ersetzt somit das konventionelle zeitaufwendige Verfahren der Abdrucknahme in der Praxis, den Paket-Versand der Abdrücke und das Scannen der Abdrücke im Labor der Align Technology Corporation (USA).

Der gesamte Arbeitsablauf im Rahmen einer Invisalign®-Behandlung von Aufnahmetechnik, Auswertung bis zur Erstellung des sog. Clin-Check® erfolgt somit digital. Das führt zu mehr Präzision, einer verbesserten Kommunikation zwischen Kieferorthopäden und Dentallabor und gewährleistet höchsten Versorgungsstandard für den Patienten.

Die Digitalisierung hat also auch auf den Bereich der Kieferorthopädie bereits jetzt maßgeblichen Einfluss: Digitale Prozesse ersetzen manuelle arbeitsintensive Prozesse. Damit werden Fehlerrisiken vermieden und spürbare Maßnahmen zur Qualitätssicherung gesetzt.

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