Die Lose Zahnspange ...

Zur Steuerung eines harmonischen Gesichtswachstums setzen wir bei heranwachsenden Patienten zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr herausnehmbare Geräte wie den Funktionsregler nach Fränkel oder den Bionator nach Balters ein.

Mit Hilfe der Modellplanung, der computerunterstützten Röntgenanalyse und der manualmedizinischen, osteopathischen Diagnostik bestimmen wir die optimale Kiefergelenklage, die sich auf die gesamte Körperstatik auswirkt.

Kiefer-Gebiss-Fehlentwicklungen können mit Funktionsreglern nach Prof. R. Fränkel behandelt werden, indem vorrangig funktionelle (neuromuskuläre) Abwegigkeiten therapiert werden. Insofern ist der Funktionsregler ein herausnehmbares orthopädisches Behandlungsgerät, welches bereits in sehr frühem Alter eingesetzt werden kann. Dieses Übungsgerät behindert das Sprechen nicht und kann somit sehr gut getragen werden.

Bei einem zu weit vorstehenden Unterkiefer (Progenie) ist der Funktionsregler 3 für uns das Mittel der Wahl. In der Abbildung sehen Sie die Überstellung der oberen Frontzähne über die unteren Frontzähne in eine korrekte Schneidezahnbeziehung. Die Überstellung der Frontzähne dauerte acht Wochen. Hiernach wird der Funktionsregler zur Wachstumssteuerung weiterhin eingesetzt.

Funktionsregler nach Prof. R. Fränkel
Funktionsregler nach Prof. R. Fränkel
Funktionsregler 3
Funktionsregler 3
Der Bionator
Der Bionator

Vor der Behandlung:

Der Bionator nach Prof. Dr. W. Balters steuert das Wachstum des Unterkiefers zum Oberkiefer, wenn der Unterkiefer gegenüber dem Oberkiefer zu weit zurück liegt und formt gleichzeitig die Zahnbögen aus. Der Bionator wird bei Kindern eingesetzt, solange noch Wachstum vorhanden ist. Bei Jungen ist dieses bis ca. zum 14. Lebensjahr, bei Mädchen bis ca. zum 12. Lebensjahr möglich. Bei Erwachsenen kann eine Behandlung mit dem Bionator nicht mehr durchgeführt werden! Zur Feinjustierung der einzelnen Zähne wird nach der Bionator- bzw. nach der Funktionsreglertherapie häufig noch eine feste Zahnspange (Multibracketapparatur) oder eine minimalinvasive Invisalign-Therapie durchgeführt.

Nach der Behandlung (1.Phase):

Gerade bei Kindern mit Kieferfehlstellungen in Verbindung mit Kopf-, Nacken und Rückenschmerzen sowie einer Kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) verwenden wir zur Therapie häufig den Bionator im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung.

Bionator und Funktionsregler eignen sich inbesondere zur Frühbehandlung.

Myofunktionelle Therapie

Bei falschem Schlucken, einer Sprachstörung oder einer habituellen Mundatmung, empfehlen wir eine Sprachtherapie und / oder eine myofunktionelle Therapie

Ein normales Schlucken formt im Kindesalter den Oberkiefer aus. Damit werden für das Kieferwachstum und für die Sprachentwicklung wichtige Voraussetzungen geschaffen.

Der Mensch schluckt mehr als 2000 mal am Tag. Der Schluckvorgang verläuft, ohne dass wir darüber nachdenken. Der Schluckreflex ist automatisch. In Ruhe – wenn weder geschluckt noch gesprochen wird, liegt die Zunge hinter den oberen Schneidezähnen, am sogenannten Zungenruhelagepunkt. Die Lippen sind geschlossen und die Luft wird durch die Nase eingeatmet.

Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr kann die Zunge zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen liegen. Diese Art des Schluckens nennt man „infantiles Schlucken“. Im Mund besteht ein Gleichgewicht zwischen den festen Strukturen (Kiefer und Gaumen) und den umliegenden Muskeln (Lippen, Wangen, Zunge). Eine Veränderung der umliegenden Muskeln, z.B. der offene Mund bei der Mundatmung oder das infantile Schlucken, verändert die feste Struktur negativ. Es sind immer die Weichgewebe, die die Hartgewebe formen oder anders ausgedrückt: „Form follows function!“

Stellen wir oder der Kinderarzt ein falsches Schlucken, eine Sprachstörung oder eine habituelle Mundatmung fest, empfehlen wir eine Sprachtherapie und / oder eine myofunktionelle Therapie. Bei der myofunktionellen Therapie wird der richtige Zungenruhelagepunkt am Gaumen eingeübt, danach schrittweise die neue Schluckbewegung. Diese muss dann automatisiert werden, damit Ihr Kind auch dann richtig („somatisch“) schluckt, wenn es nicht daran denkt, z.B. beim Schlafen.

In der Sprachtherapie wird die myofunktionelle Therapie mit Übungen zur Verbesserung der Artikulation verbunden.
Liegt eine neurologische Dysfunktion wie das ständige rechts / links Verwechseln vor, sollte eine neurologische Reorganisation (z.B. Padovan-Therapie) vorgenommen werden. Diese sollte der Sprachtherapie und der myofunktionellen Therapie vorgeschaltet werden.

Die myofunktionelle Therapie kann mit Bionator oder Funktionsregler unterstützt werden.

Daumenlutschen

losezahnsp-daumenlutschen

Zahn- und Kieferfehlstellungen sind zum einen Teil erblich, zum größeren Teil jedoch funktionell bedingt. Daumenlutschen, falsches Schlucken oder das Atmen durch den Mund statt durch die Nase führen zu Fehlentwicklungen des Kauorgans.

Lutschen sollte mit dem Ende der oralen Phase, also bis zum dritten Lebensjahr, aufhören. 60-80% der 3–4 jährigen lutschen jedoch noch über dieses Alter hinaus. Gravierende Folgen sind für das bleibende Gebiss zu erwarten, wenn das Lutschen nach dem 5. Lebensjahr anhält.

Der Schnuller stellt grundsätzlich ein kleineres Übel als der Daumen dar. Ein richtig geformter Schnuller führt zu geringeren Fehlentwicklungen des Kauorgans und ist darüber hinaus leichter abzugewöhnen als der Daumen.

Oft ist es schwer, Lutschgewohnheiten abzustellen. Hierbei wollen wir Ihnen und Ihrem Kind helfen. Zunächst führen wir, Dr. Schupp oder Dr. Haubrich, ein Gespräch mit Ihrem Kind. In einigen Fällen empfehlen wir einfache kieferorthopädische, herausnehmbare Geräte wie die Mundvorhofplatte.

Darüber hinaus kann Ihr Kind seinen Schnuller bei der Schnullerfee abgeben oder bei der Daumenprinzessin lernen, was mit dem Daumenkönig passiert, wenn es am Daumen lutscht. Auch ein Lutschkalender hilft, das Daumenlutschen abzustellen. Fragen Sie nach dem nächsten Termin.

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